Science breakdown: wieso Red Light Therapie gut ist und warum ich Red Light Yogamatten nicht optimal finde

16/3/26

In der Wellness- und Yoga-Bubble gibt es gerade einen neuen Trend: „Red Light Yoga“.

Dabei finden Yogastunden unter rotem Licht statt oder es werden spezielle Red-Light-Yogamatten verwendet.
Ich habe das selbst ausprobiert und habe mich währenddessen gefragt: "Was können diese Matten eigentlich überhaupt?"

Also: let’s break it down.

Was ist Red Light Therapy?

Klassische Red-Light-Panels sind meistens eine Kombination aus rotem Licht und Nahinfrarotlicht (NIR).

Typische Wellenlängen liegen ungefähr bei:

  • rotes Licht: ca. 600–700 nm
  • Nahinfrarot (NIR): ca. 780–1100 nm

Viele Geräte arbeiten beispielsweise mit 660 nm (rot) und 850 nm (NIR).

Studien zeigen, dass Photobiomodulation in diesen Bereichen besonders effektiv ist. Dabei konnten unter anderem signifikante Verbesserungen festgestellt werden bei:

  • Hautbild und Hautoberflächenstruktur
  • Kollagendichte (histologisch und per Ultraschall messbar)
  • allgemeinem Wohlbefinden
  • Hautregeneration
  • teilweise auch bei Schlafproblemen

Red Light Therapy ist also nicht einfach nur ein Wellness-Trend, sondern basiert auf einem biologisch untersuchten Mechanismus.

Wie funktioniert Red Light Therapy?

Red Light Therapy gehört zur sogenannten Photobiomodulation (PBM).

Dabei dringen rotes und nahinfrarotes Licht relativ tief in das Gewebe ein und treffen dort auf deine Mitochondrien.

Der zentrale Mechanismus läuft über die Cytochrom-c-Oxidase (CCO) in der mitochondrialen Atmungskette.

Vereinfacht gesagt passiert folgendes:

  • Licht aktiviert die Cytochrom-c-Oxidase
  • Stickstoffmonoxid (NO) löst sich vom Enzym
  • die Elektronentransportkette arbeitet effizienter
  • die Zelle produziert mehr ATP (Energie)

Dabei entstehen auch moderate Mengen an reaktiven Sauerstoffspezies (ROS) sowie Redox-Signale, die Zellreparaturprozesse anstoßen können.

Interessant ist, dass besonders gestresste oder entzündete Zellen auf diese Stimulation reagieren, während gesunde Zellen meist nur mild stimuliert werden.

Deshalb zeigen Studien Effekte wie:

  • reduzierte Entzündung
  • weniger Schmerzen
  • verbesserte Hautregeneration
  • schnellere Muskelregeneration

Und was ist jetzt mit den Red Light Yogamatten?

Und hier wird es spannend.

Bei vielen dieser Produkte ist nicht einmal wirklich einsehbar, was genau verbaut ist.

Teilweise werden Wellenlängen angegeben, teilweise nicht. Manchmal sind auch es einfach nur Matten, die rot leuchten und Wärme abgeben. Manche Produkte geben nur 850 nm NIR aber dafür kein RL-Wellenlänge an usw.
Du erkennst das Problem :)

Ein weiterer wichtiger Faktor: die LED-Dichte

Ein oft übersehener Punkt ist die Lichtintensität bzw. LED-Dichte.

Echte Red-Light-Panels haben typischerweise 100 – über 8000 LEDs pro m²

Viele Matten hingegen besitzen nur 30–120 Lichtpunkte. Das führt häufig zu Leistungsdichten von unter 10 mW/cm² und das ist häufig zu schwach, um die Effekte zu erreichen, die in Studien beobachtet wurden.

Gibt es bessere Alternativen?

Es gibt mittlerweile auch Red-Light-Decken, die technisch näher an hochwertigen Panels liegen.

Diese enthalten teilweise:

  • mehrere tausend LEDs
  • 660 nm rotes Licht
  • 850 nm Nahinfrarot

Dadurch kann theoretisch eine deutlich gleichmäßigere Ganzkörper-Bestrahlung entstehen.

Aber auch hier gilt: Die Qualität des Geräts ist entscheidend.

Mein Fazit

Wenn du im Yoga-Studio eine Red-Light-Class besuchst, ist das völlig ein und als Wellness-Experience kann das absolut angenehm sein.

Wenn du dir allerdings überlegst, eine Red-Light-Matte für zu Hause zu kaufen, würde ich genauer hinschauen.

Achte vor allem auf:

  • Wellenlängen um 600–700 nm (rot)
  • Nahinfrarot um ~850 nm
  • ausreichende LED-Dichte und Intensität

Studie: Son Y, Lee H, Yu S, Kim HJ, Park J, Woo S, Lee H, Fond G, Boyer L, Rahmati M, Smith L, López Sánchez GF, Dragioti E, Kang J, Kim T, Yon DK. Effects of photobiomodulation on multiple health outcomes: an umbrella review of randomized clinical trials. Syst Rev. 2025 Aug 6;14(1):160. doi: 10.1186/s13643-025-02902-3. PMID: 40770824; PMCID: PMC12326686. ; https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12326686/

Disclaimer: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Die dargestellten Inhalte basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Photobiomodulation und Red-Light-Therapie, können jedoch individuelle gesundheitliche Situationen nicht berücksichtigen.

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